Senat

Dransdorf. Bei einem gemütlichen Abend mit Essen und Unterhaltungsprogramm hat der GDKG-Vorstand im Vereinshaus den designierten Prinzen vorgestellt.

Von Stefan Knopp, 22.05.2017
    


Ein bisschen überrascht war Georg Breuer schon von der Auszeichnung, die ihm die Große Dransdorfer Karnevalsgesellschaft (GDKG) zuteil werden ließ: Beim Senatsabend am Samstag in der Lambertusstube erhielt er den Goldstückorden für seine Verdienste rund um den Verein und das Brauchtum in Dransdorf. Er habe sich gewundert, dass man ihn zu dieser Veranstaltung eingeladen hatte – immerhin sei er ja kein Mitglied im Senat, sagte er. „Noch nicht“, meinte dessen Präsident.

„Ich finde es schön, dass sie an mich gedacht haben“, sagte der 62-jährige Breuer. Und wenn man sich die Liste seiner Beiträge zum Vereins- und Dorfleben anschaut, wurde es auch Zeit für diese Auszeichnung. Er war für die GDKG schon Prinz, Bauer und Jungfrau, außerdem Mariechen bei der Prinzengarde, darüber hinaus stellt er seit dem Jahr 2000 den Dransdorfer Sankt Martin dar. Einer Mitgliedschaft im Senat sah er allerdings skeptisch entgegen: „Der Senat ist teuer.“

Jörn Zumbroich wird in den Senat aufgenommen

Am Samstag wurde aber auch erst mal ein anderer in diesen erlesenen Kreis aufgenommen: Jörn Zumbroich ist das 22. Mitglied. Als Schatzmeister der GDKG passe er gut in dieses Gremium, fand er. Denn der Senat ist der größte Geldgeber der Karnevalsgesellschaft. „Er drückt den Altersschnitt ein wenig“, sagte Klein. Zumbroich ist mit seinen 44 Jahren aber immer noch sechs Jahre älter als der jüngste Senator.

Die Mitglieder verbrachten einen gemütlichen Abend mit Essen, einem Auftritt von „Ne Schwaadlappe“ Hermann Rheindorf und einem Video zu 37 Jahren Senat.






Senatspräsident

Heinz Klein

Ehrensenatoren

Dieter Thomas Heck: Er ist das Urgestein der deutschen Fernsehunterhaltung und einer der beliebtesten ZDF-Moderatoren: Dieter Thomas Heck. Im Alter von 27 Jahren sammelte der 1937 geborene Flensburger seine ersten Erfahrungen als Moderator beim Radio, bevor er 1969 zum Fernsehen und zur ZDF-Hitparade kam. Er machte die Sendung durch seine unverwechselbare Art zu einer Fernseh-Institution und moderierte die Kult-Show bis 1984 insgesamt 183 Mal.In den weiteren Jahren blieb Heck vor allem dem ZDF treu ("Die Pyramide", "Das große Los", "Das Sommerhit-Festival"), während er nebenbei aber immer auch noch Radiosendungen ("Vom Telefon zum Mikrofon") moderierte. Genau wie Heck sind auch seine Sendungen wahre Dauerbrenner. Seine Show "Melodien für Millionen" läuft noch immer äußerst erfolgreich im ZDF-Programm, und ein Ende ist nicht abzusehen.Dem deutschen Schlager ist Dieter Thomas Heck auch als Produzent verbunden. Unter anderem produzierte er mit seiner Firma "Dito Multimedia Produktions GmbH" seit 1988 eine neue deutsche Schlagerparade für die dritten ARD-Programme sowie "Die Schlagerparade der Volksmusik", "Die Goldene Stimmgabel" und die "Deutschen Schlagerfestspiele".Gelegentlich unternahm er auch Ausflüge ins Schauspielfach; unter anderem sah man ihn 1970 in dem Fernsehspiel "Das Millionenspiel", in einem "Tatort"-Krimi (1981) sowie in den TV-Serien "Café Wernicke" (1981 bis 1983) und "Praxis Bülowbogen" (1988). Zeitweilig versuchte er sich als Schlagersänger ("Es ist Mitternacht John"), als Moderator in "Mein ganz persönliches Wunschkonzert" (Evergreens) und als Schlagertexter.Am 19.01.1989 war die GDKG live in der ZDF-Sendung „Ihr Einsatz bitte ...“ mit Dieter Thomas Heck. Günter Jansen, Werner Knauf und Hans-Peter Pfeiffer gewinnen in Berlin gegen den Fischbacher Carneval-Verein und bringen 9.200 DM für die Vereinskasse mit. Dieter Thomas Heck wird zum ersten Ehrensenator ernannt.

Geert Müller-Gerbes ist Journalist. Und einer der vielseitigsten dazu. Er war Pressereferent des Bundespräsidenten, schrieb für Zeitungen. Er machte Radio, half dem Privatfernsehen auf die Beine und moderierte verschiedene Talk-Sendungen. Jetzt hat er sich vor allem dem Schreiben zugewandt.

Geert Müller-Gerbes wurde am 18. September 1937 in Jena geboren. Durch die Amerikaner evakuiert, wuchs er bei den Großeltern im Harz auf, bevor er mit den Eltern nach Aalen zog. Den ersten Schritt zum Journalisten tat er nach dem Abitur mit einem Voluntariat bei der "Heidenheimer Zeitung". Anschließend studierte er sechs Jahre an der FU Berlin Geschichte, Soziologie und Jura, ohne jedoch das Studium zu beenden. Während des Studiums arbeitete er für den Rias und den SFB. 1965 wurde er Redakteur beim "Tagesspiegel". Nach einer Zeit in der Presseabteilung von IBM Deutschland erhielt er überraschend die Stelle des Pressereferenten des Bundespräsidenten Gustav Heinemann. Mit seinen erst 31 Jahren war er der Jüngste im Mitarbeiterstab. Nach dem Ausscheiden des Bundespräsidenten versuchte sich Müller-Gerbes als Sprecher des Ministeriums für Jugend, Familie und Gesundheit. Doch Differenzen mit Ministerin Katharina Focke führten dazu, dass er den Job schon nach wenigen Monaten aufgab.

1976 holte Frank Elstner Geert Müller-Gerbes als Deutschlandkorrespondent für Radio Luxemburg nach Bonn. Zusätzlich arbeitete er ab 1984 auch als Chefkorrespondent für den RTL Hörfunk und später auch für den neuen Privatfernsehsender RTLplus. Ab 1985 startete er seine Karriere als Talkmaster und wurde zu einem der bekanntesten Fernsehgesichter Deutschlands. Es begann mit der Sendung "Bonnfetti" aus dem Bonner Contar-Kreis-Theater. Seit 1988 leitete er "Die Woche - Menschen im Gespräch", eine TV-Talkrunde, die sich schnell zum Aushängeschild von RTLplus entwickelte. Mit der Sendung "Wie bitte?!", einem wöchentlichen Samstagabend-Format, in dem er gegen den Nepp am Normalbürger vorging, erwarb er sich den Ruf eines Anwalts der kleinen Leute.

Am 24.05.1997 bekommt der bekannte RTL-Moderator Geert Müller-Gerbes die GDKG Ehrensenatorenwürde verliehen.          

  

Senatoren

Werner Bachem     


Manfred Heiden     

Martin Henke

Siegfried Joisten

Claus Kafarnik

Christian Klein

Heinz Klein

Wilfried Klein

Horst Kümpel                    

Mario Lehmann


Hans Mandt      

Thomas Nipkow

Hans-Peter Pfeiffer

Lutz Reinke

Mario Rohloff

Harald Rytina

Günter Schmid

Dieter Schoen

Walter Strunck

Hans-Robert Wirtz

 Alexander Zablinski