"Der Karneval ist ein Fest, das dem Volk eigentlich nicht gegeben wird, sondern das sich das Volk selbst gibt.“ (Johann Wolfgang von Goethe)

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Zusammen mit einigen Vereinsvorsitzenden genießt Wilfried Klein (2.v.l.) das Freibier nach dem Fassanstich der wiederauferstandenen Dransdorfer Kirmes. Dransdorf. Nach fünfjähriger Pause feiert Dransdorf wieder mit Beteiligung aller Vereine. Die Begeisterung bei der Wiederauflage ist groß.

Von Stefan Hermes, 04.09.2017

Nach fünf kirmeslosen Jahren in Dransdorf gab es am Samstagabend mit Kirchgang, Kranzniederlegung und Fassanstich auf dem Burgplatz einen allseits gelobten Neuanfang. Ohne Ortsfestausschuss aber mit Beteiligung aller Vereine war es dem Engagement von Wilfried Klein zu verdanken, dass die Tradition einer Kirmes am „fünften Augustwochenende“ wieder auflebte. In seiner Begrüßung machte der engagierte Dransdorfer Bürger deutlich, wie wichtig es ihm gewesen sei, wieder ein Dorffest zu veranstalten.

Das sei nur möglich gewesen, weil weniger Wert auf Autoscooter oder Riesenrad gelegt wurde, sondern mehr auf das Zusammentreffen aller Dransdorfer. „Wir setzen uns einfach zwei Tage zusammen, stellen uns etwas zu essen und zu trinken auf den Tisch, veranstalten etwas für die Kinder und feiern miteinander. Wir machen jetzt das, was wir können!“, gab er die Devise aus, die nun mit vollem Erfolg bei den Vereinen ins Schwarze traf. Nahezu alle machten mit und der Dorfplatz wurde voll. Die Musik dazu lieferten die Dransdorfer Pitter F. und Michael „Män“ Schaub. Als „Überraschungsauftritt“ unterhielten die Rheinland Fanfaren am Samstagabend mit ihrem bewährten Big Band-Sound.

„Dransdorf – ein starkes Stück Bonn“

„Tränen der Rührung“, erzählte Klein, habe er kurz vor der Dorffest-Eröffnung bei dem ökumenischen Gottesdienst in St. Antonius in die Augen bekommen, als Pfarrer Hermann Bartsch von der katholischen Kirchengemeinde St. Thomas Morus Buchstaben an einer Leine befestigte, die nach und nach das Wort „Dransdorf“ bildeten. Mit dem ersten Buchstaben „D“ drückte er seinen Dank aus an die „vielen Menschen in Gruppen, Vereinen, Freundeskreisen, für Einzelne, für Mitglieder der Gemeinden, die das heutige Fest geplant, vorbereitet und organisiert haben, denen es ein Anliegen ist, dass das Miteinander im Ort auch an solchen festlichen Tagen erlebbar, erfahrbar wird.“ Das „R“ erinnerte ihn an den Reichtum von Menschen, die ihre Begabungen, Talente, und auch ihre Eigenheiten in das Leben von Dransdorf einbrächten.

Es gelang ihm, mit jedem Buchstaben Dransdorfs die Menschen und die Lebensumstände in eindringlicher Weise zu beschreiben, selbst dann, wenn er bei dem „N“ über Menschen in Notlagen sprach. „S“ wie Straßenbahn, brachte ihn zu dem Gedanken, dass die Schienen den Ort zwar teilten, aber auch für schnelle Verbindungen nach Köln und Bonn stünden. Das „S“ stand zudem auch für Solidarität und Schunkeln. Mit seinen Gedanken zu Demokratie, Religion und Respekt, die sich ebenfalls auf Dransdorf bezogen, kam er zu dem Schluss: „Dransdorf – ein starkes Stück Bonn“. Wäre Applaus in der Kirche üblich, hätte es wohl Zugaberufe gegeben.

Aus der Nummer kommen sie nun nicht mehr raus! Aber wollen sie das berhaupt?

Hüpfburg, Glücksrad, Fahrzeugschau der Feuerwehr, Rollenrutsche, Demokratiebus der Landeszentrale für politische Bildung mit Wahl-O-Mat, Bastelangebote und Kinderschminken standen auch am zweiten Festtag zur Verfügung.

Mit dem Sonntagmorgen-Frühschoppen mit dem Blasorchester Brohltal und dem Fähndelschwenken von Vater und Sohn (Rudolf und Tobias Klein) sowie dem Auftritt der Tanzgarde der Großen Dransdorfer Karnevalsgesellschaft ging ein gelungenes Dorffest zu Ende.